Für wen
Geschäftsführer, Werkleiter und technische Führungskräfte inhabergeführter Metallbetriebe (Zerspanung, Umformung, Stahlbau), die additive Fertigung von Metallen fachlich einordnen wollen: was die Verfahren können, wo ihre Grenzen liegen, ob sich eine Beschäftigung damit für den eigenen Betrieb überhaupt lohnt. Keine Vorkenntnisse zu additiver Fertigung nötig, ein Grundverständnis klassischer Metallverarbeitung hilft beim Einordnen der Vergleiche. Es geht um Metalle, nicht um Kunststoffe, und um industrielle Pulverbettverfahren, nicht um Consumer-3D-Druck.
Was Sie danach können
- additive Fertigung nach ISO/ASTM 52900 einordnen und von Zerspanung und Umformung abgrenzen
- Laser-Strahlschmelzen (L-PBF/SLM) erklären: Anlagenaufbau, Ablauf, typische Werkstoffe
- Elektronenstrahlschmelzen und sinterbasierte Verfahren von L-PBF unterscheiden
- gängige Pulverwerkstoffe (Edelstähle, Titan-, Nickel-, Aluminiumlegierungen) und ihre Besonderheiten benennen
- Nachbearbeitungsschritte (Entpulvern, Wärmebehandlung/HIP, Zerspanung, zerstörungsfreie Prüfung) einordnen
- einschätzen, wann additive Fertigung wirtschaftlich sinnvoll ist – und wann klassische Verfahren klar vorne liegen
So läuft der Kurs
Acht Lektionen mit rund 100 Minuten Lesezeit, in beliebig vielen Sitzungen: von der Terminologie über die Verfahren bis zu Grenzen und Einsatzfällen im eigenen Betrieb. Am Ende ein Abschlusstest mit 16 Fragen, Bestehensgrenze 70 Prozent, drei Versuche. Wer besteht, erhält das Teilnahmezertifikat als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Keine Konstruktionsmethodik (Design for Additive Manufacturing, Topologieoptimierung im Detail), keine CAM-/Slicing-Software-Schulung und keine betriebsspezifische Wirtschaftlichkeitsrechnung. Er ist eine Einordnungshilfe, kein Investitionsleitfaden, und keine Vorbereitung auf eine Anlagenbedienerqualifikation.

