Erst die Menschen, dann die Halle, dann erst das Büro.
Die meisten Berater fangen im Besprechungsraum an. Wer zuerst die Zahlen liest, sucht danach in der Halle die Bestätigung. Wer zuerst mit den Mitarbeitern gesprochen hat, weiß, wonach er in der Halle überhaupt suchen muss – und welche Zahlen er danach lesen sollte.
Erstgespräch vereinbarenZehn Felder, immer in dieser Reihenfolge: erst der Mensch, dann der Ablauf, dann die Halle, dann die Zahlen, dann die Werkzeuge, zuletzt der Markt. Wer mit der Halle anfängt, sieht Maschinen. Wer mit den Mitarbeitern anfängt, sieht, warum die Maschinen stehen.
Mitarbeitergespräche
Einzelgespräche quer durch alle Ebenen, vom Azubi bis zum Meister, ohne Vorgesetzte im Raum. Eine der einfachsten Fragen zeigt am meisten: Weiß der Mitarbeiter, was heute konkret von ihm erwartet wird? Beispiel CNC-Dreher: Kennt er Stückzahl und Termin des laufenden Auftrags, oder bekommt er nur „mach mal weiter"? Geben zehn Mitarbeiter zehn verschiedene Antworten auf dieselbe Frage, liegt das Problem selten bei den Mitarbeitern, sondern in der Weitergabe von Information. Was dabei nie passiert: dass ein Name im Bericht steht – es geht um Muster, nicht um Personen.
Führung
Dieselbe Frage wie in Schritt eins, nur von der anderen Seite betrachtet: Trifft außer dem Inhaber noch jemand operative Entscheidungen? Eine zweite Führungsebene ist der Unterschied zwischen einem Betrieb, der ohne den Chef weiterläuft, und einem, der drei Monate Ausfall nicht verkraftet.
Prozesse
Wie kommt ein Auftrag von der Anfrage bis zum Lieferschein? Wo wartet er, wer entscheidet wirklich, und wo weicht der tatsächliche Ablauf vom Organigramm ab? Meistens zeigt sich hier, ob das Problem aus den ersten beiden Schritten an einer einzelnen Person hängt oder am Ablauf selbst – etwa wenn Aufträge erst freigegeben werden, sobald der Chef aus dem Urlaub zurück ist.
Einkauf & Lieferanten
Wie viel hängt an einem einzigen Lieferanten oder einer einzigen Vormaterial-Quelle? Ein Ausfall, eine Preiserhöhung, eine Lieferverzögerung – wie stark trifft das den Betrieb, und gibt es überhaupt eine zweite Quelle für die kritischen Positionen? Klumpenrisiken zeigen sich selten von selbst, sie fallen erst auf, wenn man gezielt danach fragt.
Produktion
Erst wenn Team, Führung und Prozesse greifbar sind, geht es in die Halle: Maschinen, Werkzeuge, Rüstzeiten, Ausschuss. Mit den Erkenntnissen aus den ersten Schritten im Kopf, nicht isoliert – sonst wird an der Symptomatik geschraubt statt an der Ursache.
Qualität
Gibt es Prüfpläne, oder prüft, wer gerade Zeit hat? Wird Ausschuss und Nacharbeit systematisch erfasst, oder verschwindet er in den Ist-Kosten, ohne dass jemand hinschaut? Qualität, die nicht gemessen wird, lässt sich auch nicht verbessern.
Kalkulation
Deckt der Angebotspreis wirklich alle Kosten – Stückzeit, Maschinenstundensatz, Material, Ausschuss, Gemeinkosten, Marge? In vielen Betrieben steckt die Antwort im Bauchgefühl des Inhabers, nicht in einer nachvollziehbaren Rechnung. Genau da setzt eine saubere Vorkalkulation an, bevor das nächste Angebot rausgeht.
Nachkalkulation
Stimmt die Kalkulation mit der Wirklichkeit überein? Plankosten gegen Ist-Kosten je Auftrag – wo ist die Marge geblieben, welcher Auftragstyp rechnet sich nicht, welcher überraschend gut? Diese Erkenntnisse fließen zurück in Schritt sieben, nicht in eine Schublade.
Digitalisierung
Erst jetzt die Frage nach Software: Welches Werkzeug löst ein Problem, das die vorherigen Schritte tatsächlich gezeigt haben – nicht welches Tool gerade im Trend liegt. Eine Excel-Tabelle, die jeder versteht und pflegt, schlägt jede Software, die niemand nutzt. Digitalisierung beschleunigt einen Prozess, sie repariert ihn nicht.
Marketing
Wie erfährt ein möglicher Kunde überhaupt, dass es den Betrieb gibt – und dass er genau das kann, wonach gesucht wird? Für viele inhabergeführte Betriebe heißt Marketing bislang: Mundpropaganda und eine Website, die seit Jahren niemand mehr angefasst hat. Das reicht, solange die bestehenden Kunden reichen. Sobald neue Kunden oder neue Branchen dazukommen sollen, braucht es mehr als Zufall.
- Inhabergeführte Betriebe der Zerspanung, Umformung und Schweißkonstruktion, 9 bis 250 Mitarbeiter.
- Ansprechpartner: Inhaber, Geschäftsführer und Werkleiter.
- Auch Händler und größere Betriebe mit Bedarf an einem unabhängigen Blick auf Fertigung oder Lieferanten.
Defense-Readiness-Check
Festpreis
Zwei Tage vor Ort
- Sieben Prüffelder
- Bereit für die wehrtechnische Lieferkette?
Technische Partnerschaft
Monatspauschale
auf Anfrage, 2 Tage im Monat, mindestens 6 Monate
- Kalkulation, Zweitquellen, Hochlauf, Jour fixe
- 25 % Anrechnung eines vorherigen Checks
Keine Dauerpräsenz. Fällt Werkleitung oder Produktionsleitung aus, springt Invictix als Interim ein – befristet, in Vollzeit. Nur bei Betrieben, die Invictix bereits aus der Beraterrolle kennt.
- Keine Dauerpräsenz, die den Betrieb abhängig macht.
- Keine Strategiepapiere ohne Umsetzung.
- Keine Sanierung auf Kosten des Betriebsklimas – wer die Mannschaft verliert, hat den Betrieb verloren.

