Der Berater, der erst zu den Menschen geht, dann in die Halle und dann erst ins Büro.
- Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker, Praxiserfahrung und Optimierung der Prozesse im Familienunternehmen.
- Werkleiter, später geschäftsführender Gesellschafter, zuletzt COO.
- Rund 20 Jahre Panzerstahl: Armox, Ramor, Secure, S690QL, S960QL, Prototypen und Serien für Rad- und Kettenfahrzeuge.
- Betriebe geführt, aufgebaut und auch wieder abgegeben – beide Seiten des Tisches.
- Deutsch, Niederländisch, Englisch.

Die Idee für Invictix Systems ist nicht am Schreibtisch entstanden. Sie ist in einer der schwersten Phasen meiner unternehmerischen Laufbahn entstanden – als ich ein Unternehmen durch eine existenzbedrohende Krise geführt habe.
Ich habe ein traditionsreiches Industrieunternehmen mitgeführt – über Jahre, durch Wachstumsphasen und durch ein Marktumfeld, das sich schneller veränderte, als die Strukturen es auffangen konnten. Verzögerte Projektvergaben und ausbleibende Aufträge setzten die Lieferkette unter Druck. Wir haben gekämpft, Strukturen angepasst, um jede Möglichkeit gerungen. Am Ende hat es nicht gereicht.
Wer das nicht selbst erlebt hat, kann es schwer nachvollziehen. Man trägt Verantwortung für Mitarbeiter, die nicht wissen, ob ihr Arbeitsplatz im nächsten Monat noch da ist. Man führt gleichzeitig Gespräche mit Banken, Kunden und Lieferanten, unter Zeitdruck, mit dem Wissen, dass eine falsche Entscheidung nicht mehr rückgängig zu machen ist.
Es waren die intensivsten Monate meiner unternehmerischen Laufbahn – intensiver als jede Wachstumsphase, jede Verhandlung. Was ich in dieser Zeit über Unternehmensführung, Finanzierung und mich selbst gelernt habe, hat mich mehr geprägt als jede Ausbildung oder jedes Studium.
Mitten in der Krise habe ich Hilfe gefunden – Menschen mit echter operativer Erfahrung, keine Theoretiker. Mit dieser Hilfe ist eine geordnete Lösung gelungen: der Standort blieb erhalten, Mitarbeiter behielten ihre Arbeitsplätze, Kunden hatten Kontinuität. Die bitterste Erkenntnis dabei: Hätte ich diese Hilfe früher gefunden, wäre die Krise vermutlich gar nicht so weit gekommen. Die Möglichkeiten waren da. Was fehlte, war rechtzeitig der richtige Blick von außen.
Invictix Systems existiert, weil ich nicht will, dass andere Inhaber denselben Weg bis an den Rand gehen müssen. Eine Krise ist keine Schande – jeder Unternehmer mit echter Verantwortung kann in eine Schieflage geraten. Aber das, was man beeinflussen kann, muss früh genug sichtbar sein.
Deshalb arbeite ich nicht als klassischer Berater, der erst kommt, wenn es schon brennt. Ich gehe zuerst zu den Menschen, dann in die Halle, dann erst ins Büro – mit zwei festen Produkten als Einstieg: dem Nachfolge-Check (Ist der Betrieb übergabefähig?) und dem Defense-Readiness-Check (Ist er bereit für die wehrtechnische Lieferkette?), danach als technische Partnerschaft mit wenigen festen Tagen im Monat.
Eine Überzeugung zieht sich durch alles, was ich tue: Die wichtigsten Erkenntnisse kommen nicht von außen, sondern von den Menschen, die die Prozesse jeden Tag leben. In meiner eigenen Krise waren es die Mitarbeiter, die als Erste wussten, dass etwas nicht stimmt – lange bevor es in den Zahlen stand. Genau dafür sind meine Checks und Prozesse gebaut: erst die Gespräche, dann die Zahlen. Ich kenne Wachstum, ich kenne Krisen, und ich kenne die Verantwortung, die nicht aufhört, wenn man abends nach Hause geht. Invictix Systems ist das, was ich mir damals gewünscht hätte: jemand, der früh genug sagt, was wirklich los ist – und dann mit anpackt.
Invictix kommt vom lateinischen Invictus – der Unbesiegte. Nicht der, der nie fällt. Sondern der, der wieder aufsteht. Systems steht für das, was in Betrieben entsteht: Abläufe, Verantwortlichkeiten und Kennzahlen, die ohne den Inhaber weiterlaufen.
- Keine Dauerpräsenz, die den Betrieb abhängig macht.
- Keine Strategiepapiere ohne Umsetzung.
- Keine Sanierung auf Kosten des Betriebsklimas – wer die Mannschaft verliert, hat den Betrieb verloren.
Zwei Bücher aus rund 20 Jahren Metallverarbeitung: eines über Panzerstahl in der wehrtechnischen Lieferkette, eines über Scheitern und Neuanfang als Unternehmer.
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