Für wen
Metallverarbeitende Betriebe (Zerspanung, Umformung, Stahlbau), die Bauteile selbst beschichten oder an Lieferanten vergeben – Werkleitung, Einkauf, Qualitätssicherung. Für alle, die entscheiden oder mitentscheiden müssen, welches Beschichtungsverfahren sinnvoll ist und was in Zeichnung oder Bestellung stehen muss – nicht für Beschichtungsbetriebe selbst, die diese Verfahren bereits im Detail beherrschen. Keine Vorkenntnisse in Oberflächentechnik nötig.
Was Sie danach können
- die Korrosivitätskategorien nach DIN EN ISO 12944 (C1 bis CX) einer Einsatzumgebung zuordnen
- Feuerverzinken (DIN EN ISO 1461) und galvanisches Verzinken (DIN EN ISO 2081) unterscheiden und die Gefahr der Wasserstoffversprödung bei hochfesten Stählen benennen
- Pulverbeschichtung und Eloxieren im Grundprinzip beschreiben und die zugehörigen Qualitätsstandards (Qualicoat, GSB, Qualanod) einordnen
- gängige Verfahren der Schichtdickenmessung den passenden Werkstoff-Schicht-Kombinationen zuordnen
- anhand von Einsatzzweck, Umgebung und Werkstoff eine begründete erste Verfahrenswahl treffen und wissen, was bei der Abnahme zu prüfen ist
So läuft der Kurs
Acht Lektionen mit 120 Minuten Lesezeit, in beliebig vielen Sitzungen. Normen und Regelwerke sind recherchiert und mit Fundstelle belegt; wo kein exakter Wert auffindbar war, ist das als ungeprüft gekennzeichnet. Am Ende ein Abschlusstest mit 16 Fragen, Bestehensgrenze 70 Prozent, drei Versuche. Wer besteht, erhält das Teilnahmezertifikat als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Keine Fachplanung im Einzelfall und kein Ersatz für einen Korrosionsschutz-Fachplaner, einen zertifizierten Beschichtungsbetrieb oder die technische Freigabe durch den Auftraggeber. Kein Zertifizierungsnachweis für ein bestimmtes Beschichtungsverfahren.

