Für wen
Metallverarbeitende Betriebe (Zerspanung, Umformung, Stahlbau) – Facharbeiter und Auszubildende, die CNC-Programmierung neu lernen oder ihr Grundwissen auffrischen wollen, sowie Werkleiter und Geschäftsführer, die verstehen wollen, worüber ihre Programmierer und Maschinenbediener reden, ohne selbst zu programmieren. Keine Programmiererfahrung nötig, Grundverständnis von Fräsen und Drehen hilft. Der Kurs behandelt die DIN/ISO-Grundprogrammierung (G-Code), nicht die dialogorientierte Klartextprogrammierung einzelner Steuerungshersteller.
Was Sie danach können
- die Grundstruktur eines CNC-Programms nach DIN 66025 / ISO 6983 lesen: Satzaufbau, Satznummern, Wortadressen
- Maschinennullpunkt, Referenzpunkt und Werkstücknullpunkt unterscheiden und die Nullpunktverschiebung (G54–G59) einordnen
- die grundlegenden Wegbedingungen für Fräsen (G00–G03, Ebenenwahl, G90/G91) und für Drehen anwenden und die wichtigsten Unterschiede benennen
- Werkzeugkorrektur (G40/G41/G42, Werkzeuglänge) einordnen und wissen, warum sie in der Praxis die häufigste Fehlerquelle ist
- Unterprogramme, Wiederholstrukturen und die wichtigsten Sicherheitsaspekte vor dem ersten Maschinenlauf benennen
So läuft der Kurs
Acht Lektionen mit 120 Minuten Lesezeit, in beliebig vielen Sitzungen. Alle Beispielprogramme sind fiktiv und zu Übungszwecken konstruiert, keine echten Kundenzeichnungen. Am Ende ein Abschlusstest mit 16 Fragen, Bestehensgrenze 70 Prozent, drei Versuche. Wer besteht, erhält das Teilnahmezertifikat als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Keine herstellerspezifische Klartextprogrammierung (Heidenhain-Klartext, Siemens ShopMill/ShopTurn, Fanuc-Dialoge), keine CAM-gestützte Programmierung und keine 3- bis 5-Achs-Simultanbearbeitung. Kein Ersatz für eine steuerungsspezifische Einweisung, keine betriebliche Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker und keine Unterweisung an einer konkreten Maschine.

