Für wen
Metallverarbeiter mit Qualitätsverantwortung (Zerspanung, Umformung, Stahlbau), Konstrukteure, Werkleiter und Qualitätsmanagementbeauftragte. Besonders wichtig für Zulieferer in der Automobil- und Wehrtechnik-Lieferkette, wo eine FMEA häufig vom Kunden oder im Rahmen der Serienfreigabe ausdrücklich gefordert wird – wer hier keine belastbare FMEA vorlegen kann, riskiert die Auftragsvergabe. Keine Vorkenntnisse nötig.
Was Sie danach können
- Konstruktions-FMEA (Design-FMEA) und Prozess-FMEA unterscheiden und wissen, welche Frage mit welcher FMEA-Art beantwortet wird
- die Grundstruktur einer FMEA nachvollziehen: Strukturanalyse, Funktionsanalyse, Fehleranalyse
- die klassische Risikoprioritätszahl (RPZ) berechnen und die seit 2019 harmonisierte AIAG/VDA-Methode (Action Priority) davon abgrenzen
- den vollständigen Ablauf einer FMEA im Team nachvollziehen, von der Risikobewertung über Maßnahmen bis zur Nachverfolgung
- die häufigsten Fehler bei der FMEA-Einführung erkennen, insbesondere die nachträglich ausgefüllte „Alibi-FMEA“
So läuft der Kurs
Acht Lektionen mit 120 Minuten Lesezeit, in beliebig vielen Sitzungen, orientiert am harmonisierten AIAG/VDA-FMEA-Handbuch (2019) und der DIN EN IEC 60812. Am Ende ein Abschlusstest mit 18 Fragen, Bestehensgrenze 70 Prozent, drei Versuche. Wer besteht, erhält das Teilnahmezertifikat als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Keine vollständige AIAG/VDA-Bewertungstabelle mit allen Kombinationen, keine System-FMEA, keine FMEA-Software-Schulung und keine Verknüpfung mit Kontrollplan/PPAP im Detail. Keine betriebswirtschaftliche Beratung im Einzelfall und kein Ersatz für eine individuelle Einführungsbegleitung.

