Für wen
Fachkräfte in Zerspanung, Umformung und Stahlbau, die selbst nicht gießen, aber regelmäßig mit zugekauften Gussteilen arbeiten – Nachbearbeitung, Prüfung, Einkauf, Lieferantenbewertung. Kein Gießerei-Fachkurs, sondern ein kompakter Überblick für Metallverarbeiter. Keine Vorkenntnisse in der Gießereitechnik nötig.
Was Sie danach können
- Gießen als Urformverfahren einordnen und den grundsätzlichen Vorteil sowie die Grenzen von Gussteilen gegenüber spanend gefertigten Teilen erklären
- Sandguss beschreiben und wissen, warum die Sandform nach jedem Abguss zerstört wird (verlorene Form)
- Kokillenguss beschreiben und die wichtigsten Unterschiede zu Sandguss benennen (Formkosten, Oberflächengüte, mechanische Eigenschaften, Stückzahl)
- die wichtigsten Gussfehler (Lunker, Poren) und die Grundfunktion von Anschnitt und Speiser erklären – als Grundlage für die Prüfung eingehender Gussteile
So läuft der Kurs
Vier kompakte Lektionen mit rund 50 Minuten Lesezeit – für den schnellen Einstieg, in beliebig vielen Sitzungen. Am Ende ein Abschlusstest mit 8 Fragen, Bestehensgrenze 70 Prozent, drei Versuche. Wer besteht, erhält das Teilnahmezertifikat als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Kein Gießerei-Fachkurs für Gießereimitarbeiter. Nicht enthalten: Legierungskunde im Detail (GJL/GJS/GJM), Formstoffkunde und Formherstellung im Detail, Druckguss und Feinguss als eigene Verfahren, Erstarrungssimulation sowie Prüfverfahren für Gussteile im Detail (Röntgen, Ultraschall, Farbeindringprüfung). Behandelt werden bewusst nur Sand- und Kokillenguss. Kein Ersatz für eine gießereitechnische Ausbildung oder eine Gussteilprüfung im Einzelfall.

