Für wen
Inhabergeführte Metallbetriebe (Zerspanung, Umformung, Stahlbau), 9 bis 250 Mitarbeitende – Inhaber, Geschäftsführung, Einkaufsleitung und Werkleitung, die erwägen, Rohmaterial, Vorprodukte oder Zukaufteile erstmals oder verstärkt im Ausland zu beschaffen. Besonders relevant für Betriebe, die aus der wehrtechnischen Lieferkette heraus Zweitquellen und Kapazität nachweisen müssen. Grundwissen aus dem Kurs „Strategischer Einkauf und Lieferantenmanagement“ (ABC-Analyse, Total Cost of Ownership, Lieferantenbewertung) wird empfohlen und hier nicht wiederholt.
Was Sie danach können
- Länder und Lieferanten anhand von Risikokriterien jenseits des Preises einschätzen (politische Stabilität, Logistikdistanz, Rechtssicherheit, Sanktionsrisiko)
- einen ausländischen Lieferanten strukturiert qualifizieren – Dokumentenprüfung, Remote- und Vor-Ort-Audit, Zertifikate, Referenzbesuch
- eine Zweitquelle im Ausland so aufbauen, dass Qualität und Rückverfolgbarkeit nicht hinter dem bisherigen Standard zurückfallen
- die Grundlogik von Incoterms 2020, deutscher Exportkontrolle (AWG/AWV, BAFA, Dual-Use) und Zollabwicklung einordnen, ohne Rechtsberatung zu ersetzen
- Qualitätssicherung über Distanz organisieren (Wareneingangsprüfung, Erstmusterprüfung, Rückverfolgbarkeit nach DIN EN 10204) und Wechselkurs- und Zahlungsrisiken mit einfachen Mitteln absichern
So läuft der Kurs
Acht Lektionen mit rund 150 Minuten Lesezeit, in beliebig vielen Sitzungen, mit dem durchgängigen, ausdrücklich als erfunden gekennzeichneten Beispielbetrieb „Beispiel GmbH“ und seinen Auslandslieferanten. Am Ende ein Abschlusstest mit 20 Fragen, Bestehensgrenze 70 Prozent, drei Versuche. Wer besteht, erhält das Teilnahmezertifikat als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Kein Ersatz für den Basiskurs „Strategischer Einkauf und Lieferantenmanagement“ – ABC-Analyse und Total-Cost-of-Ownership-Grundlagen werden vorausgesetzt, nicht neu erklärt. Keine exportkontrollrechtliche Prüfung im Einzelfall – bei jedem konkreten Vorhaben mit Wehrtechnik- oder Dual-Use-Bezug ist eine spezialisierte Prüfung zwingend erforderlich. Kein LkSG im internationalen Kontext im Detail und kein Aufbau eigener Einkaufsbüros vor Ort.

