Für wen
Fachkräfte, Meister und QS-Verantwortliche in der Metallverarbeitung (Zerspanung, Umformung, Stahl- und Schweißkonstruktion), die verstehen wollen, wie Verformungen und Eigenspannungen in Bauteilen entstehen und wie sie durch Richten beseitigt oder reduziert werden – unabhängig davon, ob sie selbst richten oder Richtarbeiten steuern und abnehmen müssen. Grundkenntnisse zu Schweißen und Wärmeeinbringung helfen, sind aber nicht zwingend nötig.
Was Sie danach können
- erklären, wie Verformungen und Eigenspannungen in Bauteilen durch Schweißen, Walzen, Umformen oder Wärmebehandlung entstehen und warum sie ein Qualitätsrisiko sind
- das Grundprinzip des Kaltrichtens und des Walzenrichtens erklären und typischen Anwendungsfällen zuordnen
- das Grundprinzip des Flammrichtens erklären, seine Wirkung auf das Gefüge einordnen und Grenzen und Risiken benennen
So läuft der Kurs
Drei kompakte Lektionen mit rund 45 Minuten Lesezeit – für den schnellen Einstieg, in beliebig vielen Sitzungen. Am Ende ein Abschlusstest mit 8 Fragen, Bestehensgrenze 70 Prozent, drei Versuche. Wer besteht, erhält das Teilnahmezertifikat als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Kein Ersatz für den Kurs „Schweißen und Schweißnahtprüfung – Grundlagen“ (dort wird erklärt, wie Wärmeeinbringung Verzug beim Schweißen überhaupt entstehen lässt) und keine Wiederholung von Umform- oder Walztechnik im Sinne der Erstformgebung – hier geht es um die Korrektur eines bereits vorhandenen, unerwünschten Verzugs. Keine Fachplanung im Einzelfall und kein Ersatz für die betriebliche Verfahrensfreigabe, eine Richtanweisung oder die technische Abnahme durch den Auftraggeber/Zeichnungssteller.

