Für wen
Stahlbaubetriebe, Schweißkonstrukteure, Geschäftsführer und Werkleiter, die tragende Stahlbauteile herstellen und in Verkehr bringen – und dafür die CE-Kennzeichnung nach DIN EN 1090 brauchen oder einführen wollen. Auch für Betriebe, die die Norm bereits „irgendwie“ umsetzen, aber die Systematik dahinter (Ausführungsklassen, Zusammenhang zu ISO 3834, WPK) noch nicht sauber trennen können. Keine Vorkenntnisse nötig.
Was Sie danach können
- erklären, warum die CE-Kennzeichnung für tragende Stahl- und Aluminiumbauteile gesetzliche Pflicht aus der EU-Bauprodukteverordnung ist, nicht freiwillig
- DIN EN 1090-1 (Konformitätsbewertung, CE-Kennzeichnung) von DIN EN 1090-2 (Ausführungsanforderungen) unterscheiden
- die vier Ausführungsklassen EXC1 bis EXC4 einordnen und den Zusammenhang zur DIN EN ISO 3834 (Schweißaufsicht, Qualifikation) erklären
- benennen, was zur Leistungserklärung (DoP) und CE-Kennzeichnung gehört, und das Prinzip der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK/FPC) beschreiben
- den groben Ablauf einer Zertifizierung durch eine notifizierte Stelle nachvollziehen und die Abgrenzung zu DIN 2303 (Wehrtechnik) einordnen
So läuft der Kurs
Sieben Lektionen mit 105 Minuten Lesezeit, in beliebig vielen Sitzungen. Fachliche Inhalte sind recherchiert und mit Fundstelle belegt; Kosten- und Zeitangaben zur Zertifizierung sind als grobe, unterschiedliche Marktwerte gekennzeichnet. Am Ende ein Abschlusstest mit 15 Fragen, Bestehensgrenze 70 Prozent, drei Versuche. Wer besteht, erhält das Teilnahmezertifikat als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Keine Rechtsberatung zur tatsächlichen CE-Kennzeichnungspflicht eines konkreten Bauteils oder Projekts, keine Vorbereitung, die eine Zertifizierung ersetzt, und kein Ersatz für die Prüfung durch eine notifizierte Stelle. Ob und in welcher Ausführungsklasse ein Bauteil kennzeichnungspflichtig ist, legt der Planer bzw. Auftraggeber fest.

