Für wen
Metallverarbeitende Betriebe, die Stanz- und Scherschneidteile fertigen, einkaufen oder deren Einsatz prüfen: Werkleiter, Meister und Konstrukteure, die Zeichnungsangaben, Angebote und Werkzeugentscheidungen beurteilen müssen, sowie Facharbeiter und Auszubildende, die Grundwissen zu Schneidspalt und Werkzeugverschleiß auffrischen wollen. Keine Vorkenntnisse nötig. Passt gut nach dem Kurs „Blechbearbeitung und Laserschneiden – Grundlagen“, vertieft aber eigenständig ein anderes Verfahren.
Was Sie danach können
- Scherschneiden nach DIN 8588 als Zerteilverfahren einordnen und vom thermischen Laserschneiden abgrenzen
- den Ablauf des Schnittvorgangs (Einzug, Glattschnitt, Bruchzone, Grat) erklären
- den Schneidspalt und seine Bedeutung für Schnittqualität und Werkzeugbelastung einschätzen
- den Grundaufbau eines Stanzwerkzeugs benennen und Folgeverbund- von Transferwerkzeugen unterscheiden
- Feinschneiden als Sonderverfahren einordnen und von normalem Scherschneiden abgrenzen
- grob einschätzen, ab welcher Stückzahl Stanzen wirtschaftlicher ist als Laserschneiden
So läuft der Kurs
Acht Lektionen mit rund 105 Minuten Lesezeit, in beliebig vielen Sitzungen: von der Verfahrenseinordnung über Werkzeugaufbau und Verschleiß bis zur wirtschaftlichen Abwägung gegenüber Laserschneiden. Am Ende ein Abschlusstest mit 16 Fragen, Bestehensgrenze 70 Prozent, drei Versuche. Wer besteht, erhält das Teilnahmezertifikat als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Keine individuelle Werkzeugauslegung, keine betriebliche Ausbildung und keine Fertigungs- oder Zeichnungsprüfung im Einzelfall, wie sie der Defense-Readiness-Check oder die Technische Partnerschaft leisten. Zahlenwerte zu Schneidspalt und Stückzahlschwellen sind als Faustregeln gekennzeichnet, nicht als feste Grenzen.

