Für wen
Metallverarbeitende Betriebe – Umformung, Stahlbau, auch Zerspanung, die Vorprodukte aus Umformung einkaufen oder weiterbearbeiten. Werkleiter, Facharbeiter, Einkauf und Qualitätssicherung, die die Grundprinzipien der Umformtechnik verstehen wollen, entweder für die eigene Fertigung oder um Zulieferteile fachlich beurteilen zu können. Kein Vorwissen nötig; wer bereits Zerspanung kennt, findet in Lektion 1 den direkten Anschluss.
Was Sie danach können
- erklären, worin sich Umformen grundsätzlich von Zerspanen unterscheidet, und die Systematik der Umformverfahren nach DIN 8582/8583 ff. einordnen
- Warm- und Kaltumformung anhand des Rekristallisationstemperatur-Prinzips unterscheiden
- Gesenkschmieden und Freiformschmieden unterscheiden und wissen, für welche Bauteilgeometrien welches Verfahren üblich ist
- erklären, was Umformung mit dem Werkstoffgefüge macht – Faserverlauf und Kaltverfestigung – und warum das für die Bauteilfestigkeit relevant ist
- einschätzen, was bei der Umformung hochfester Stähle (S690QL, S960QL) zusätzlich zu beachten ist
So läuft der Kurs
Acht Lektionen mit 135 Minuten Lesezeit, in beliebig vielen Sitzungen. Die fachliche Systematik ist recherchiert und mit Fundstelle belegt; die genaue Fassung der genannten DIN-Normen ist vor Veröffentlichung noch gegen den Originaltext zu prüfen. Am Ende ein Abschlusstest mit 16 Fragen, Bestehensgrenze 70 Prozent, drei Versuche. Wer besteht, erhält das Teilnahmezertifikat als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Keine technische Beratung im Einzelfall und kein Ersatz für eine individuelle Begleitung, wie sie der Defense-Readiness-Check oder die Technische Partnerschaft leisten können. Keine Auslegungsrechnung für Werkzeuge oder Pressenkräfte.

