Für wen
Metallverarbeitende Betriebe (Zerspanung, Umformung, Stahlbau), insbesondere solche, die hochfeste Stähle und Panzerstahl verarbeiten oder in die wehrtechnische Lieferkette wollen – QS-Personal, Meister, Werkleiter, Geschäftsführung. Keine Vorkenntnisse in Werkstoffkunde oder Prüftechnik nötig. DIN 2303 und panzerstahlspezifische Anforderungen sind nicht Gegenstand dieses Kurses.
Was Sie danach können
- die drei genormten Härteprüfverfahren Brinell (DIN EN ISO 6506), Vickers (DIN EN ISO 6507) und Rockwell (DIN EN ISO 6508) unterscheiden und einschätzen, wann welches Verfahren geeignet ist
- den Zugversuch nach DIN EN ISO 6892-1 einordnen und Zugfestigkeit, Streckgrenze/Dehngrenze und Bruchdehnung unterscheiden
- Farbeindringprüfung (DIN EN ISO 3452) und Magnetpulverprüfung (DIN EN ISO 9934) im Grundprinzip erklären
- einordnen, was ein Abnahmeprüfzeugnis nach DIN EN 10204 leistet und warum die Zeugnisart in der wehrtechnischen Lieferkette vertraglich vereinbart werden muss
So läuft der Kurs
Acht Lektionen mit rund 130 Minuten Lesezeit, in beliebig vielen Sitzungen. Alle Normbezeichnungen sind recherchiert und mit Quelle belegt; wo eine Norm nicht im Volltext vorlag, ist das offen vermerkt. Am Ende ein Abschlusstest mit 16 Fragen, Bestehensgrenze 70 Prozent, drei Versuche. Wer besteht, erhält das Teilnahmezertifikat als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Keine Schulung zur eigenständigen Durchführung von Härteprüfungen oder zerstörungsfreier Prüfung – das erfordert Praxisausbildung und für ZfP-Verfahren eine Personalzertifizierung nach DIN EN ISO 9712. Keine QS-Handbuch-Vorlage, keine Prüfanweisung und keine Kalibrierung von Prüfmitteln. Kein Bezug zu DIN 2303 und Panzerstahl-Spezifika – dafür der Defense-Readiness-Check.

