Für wen
Facharbeiter und Auszubildende in metallverarbeitenden Betrieben, die die Grundlagen von Bohren, Senken und Reiben neu lernen oder auffrischen wollen, sowie Werkleiter und Geschäftsführer, die verstehen wollen, worüber ihre Werkstatt spricht, wenn es um Bohrerbruch, Aufmaß oder Passungstoleranz geht. Keine Vorkenntnisse nötig. Der Kurs ist maschinenunabhängig: Er behandelt die drei Verfahren nach DIN 8589-2, egal ob von Hand, an der Ständerbohrmaschine oder auf dem Bearbeitungszentrum gearbeitet wird.
Was Sie danach können
- Bohren, Senken und Reiben nach DIN 8589-2 einordnen und voneinander abgrenzen
- Bohrverfahren und Bohrwerkzeuge nach Aufbau und Einsatzgebiet unterscheiden
- Senkverfahren dem passenden Anwendungsfall zuordnen (z. B. Schraubenversenkung)
- Reiben als Feinbearbeitung einordnen, übliches Aufmaß und erreichbare Toleranzklassen benennen
- Schnittgeschwindigkeit, Vorschub und Kühlschmierung grob richtig einschätzen
- typische Fehlerbilder (Bohrerbruch, Verlaufen, Grat, Verschleiß) einer wahrscheinlichen Ursache zuordnen
So läuft der Kurs
Sieben Lektionen mit rund 100 Minuten Lesezeit, in beliebig vielen Sitzungen: vom Verfahrenseinstieg über Werkzeuge und Parameter bis zum sicheren Praxisablauf. Am Ende ein Abschlusstest mit 14 Fragen, Bestehensgrenze 70 Prozent, drei Versuche. Wer besteht, erhält das Teilnahmezertifikat als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Keine Zerspanungsrechnung im Detail (Schnittkraft, Leistung), keine Zyklenprogrammierung an einer konkreten CNC-Steuerung, kein Gewindebohren im Detail und keine Tiefbohrtechnik. Er ersetzt keine betriebliche Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker und keine Einweisung in werksspezifische Arbeitsschutzregeln.

