Für wen
Werkleiter, QS-Verantwortliche und Geschäftsführung in Metallbetrieben (Zerspanung, Umformung, Stahlbau), die Panzerstahl-Bauteile fertigen, schweißen oder liefern und ihre Bauteile selbst beschichten oder lackieren sollen — oder die einen Beschichtungsbetrieb als Unterlieferanten qualifizieren müssen. Keine chemischen oder lacktechnischen Vorkenntnisse nötig.
Was Sie danach können
- erklären, warum Panzerstahl nach der Lieferung nicht wärmebehandelt werden darf (Temperaturfalle, werkseitiger Primer)
- Zweck und Zeitpunkte des Strahlens sowie die wichtigsten Messgrößen der Oberflächenvorbereitung einordnen
- Besonderheiten des Strahlens von Panzerstahl gegenüber zivilem Stahl benennen
- das wehrtechnische Regelwerk grob einordnen: TL-Normen, WIWeB-Zertifizierung, Freigabe
- erklären, warum Tarnbeschichtungen kein normaler Lack sind (Infrarot-Reflexion, Dreifarb-Tarnsystem, RAL F9)
- Prüfungen an der fertigen Beschichtung und das Beschichtungsprotokoll einordnen
- Kalkulationsfolgen für den eigenen Betrieb einschätzen
So läuft der Kurs
Sieben Lektionen, Kerninhalt aus dem Panzerstahl-Fachbuch-Manuskript von Invictix Systems (Kapitel 9.1–9.10), das am 21./22.09.2026 nach Rückmeldung des Wehrwissenschaftlichen Instituts für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB) korrigiert wurde. In beliebig vielen Sitzungen. Am Ende ein Selbsttest zur Selbstkontrolle; es gibt keine Bestehensgrenze, er kann beliebig wiederholt werden. Nach Abschluss gibt es die Teilnahmebescheinigung als PDF.
Was der Kurs nicht ist
Keine Zulassungs- oder Rechtsberatung und kein Ersatz für eine Prüfung durch das WIWeB oder den zuständigen Hauptauftragnehmer im Einzelfall. Zertifizierung eines Beschichtungsstoffs und Freigabe eines konkreten Beschichtungsplans sind zwei getrennte, im Einzelfall komplexe Verfahren. Bei der konkreten Auswahl von Beschichtungsstoffen oder Fragen zur Zertifizierung/Freigabe ist der Hauptauftragnehmer, das WIWeB oder eine entsprechend spezialisierte Fachstelle hinzuzuziehen.

